Steeldrum

Mehar auf Barbados mit Tyrone Clarke's Band, 1987

Kurze Geschichte der Steeldrum

Die Steeldrum (auch "Pan" genannt) wurde um 1940 erfunden, als die Polizei von Trinidad die traditionellen
"Bamboo Stick Bands" verbot.
Bis dahin waren die Rhythmen dieser Bands die große Freude auf dem jährlichen Karneval. Allzu oft aber wurden
diese Bambus Stöcke auch als Schlagstöcke bei Straßen-Schlachten zwischen den verschiedenen Banden und der
Polizei benutzt.

Anstatt der Bambusstöcke benutzten die Inselbewohner daraufhin leere Eimer und Ölfässer zur Ausübung ihrer
Musik. Beim Schlagen der Fässer entstanden Beulen und je nach Größe der Beulen erklangen unterschiedliche Töne.


Durch gezielte Bearbeitung der Ölfässer entwickelten sich die Steel Drums, eine Technik die immer weiter verfeinert wurde:

  • zuerst wurde das Ölfaß auf eine bestimmte Länge abgeschnitten und der Boden konkav ausgeschlagen (Sinking)

  • dann wurde mit einem kleinen Meisel der Rand für die einzelnen Notenfelder eingehämmert (Grooving)

  • danach wurden die "Pans" für einige Stunden im Feuer gebrannt, um etwaige Spannungen die beim "grooving"
    aufgetreten waren, auszugleichen (Burning)

  • zuletzt wurden die einzelnen Felder durch Hammerschläge auf die Notenreihe – gleich dem Klavier – gestimmt (Tuning)

Es gibt heute verschiedene Arten von "Steel Pans", z.B. Lead Pan (melodieführend), Double Tenor (melodieführend-
und begleitend), Double Second (melodiebegleitend), Cello Pans, Guitar Pans, Bass Pans, um einige zu nennen.